Aarau: ein zweiter Fall Zürich!

14. Juli 2009

Der VCS Aargau torpediert mit Einsprachen das Grossprojekt Torfeld Süd in Aarau. Jetzt wird es genau gleich laufen wie in Zürich: Das Stadion wird kaum zügig gebaut – wenn überhaupt.

Die Junge FDP Aarau-Lenzburg hat sich seit Jahren vehement für das Stadion im Torfeld Süd eingesetzt, weil es nicht nur wichtig für den FC Aarau, sondern für den gesamten Breitensport in Aarau und Umgebung ist.

Nun gefährdet der VCS Aargau bewusst und in aller Deutlichkeit das Projekt. Nach einer Abfuhr durch das Volk ist jetzt – leider absolut legitim – der rechtliche Weg die letzte Möglichkeit, das Projekt zu verhindern. Der VCS hatte in der Vergangenheit immer wieder die Möglichkeit, sich im Mitwirkungsverfahren einzubringen.

Der Stadtrat Aarau kann sich nicht einfach über die Umweltschutzgesetzgebung hinwegsetzen, sondern muss strenge Umweltauflagen berücksichtigen. Deshalb muss der VCS mit dem althergebrachten corpus delicti – nämlich den Parkplätzen – argumentieren. Diese Diskussionen hatten wir doch schon: Stadion Zürich, IKEA Spreitenbach oder Möbel Pfister Suhr. In einem Fall wurde das Projekt eingestellt, bei der IKEA wäre es fast dazu gekommen. Und nicht etwa aus Umweltgründen – nein, aus finanziellen Gründen, denn lange Prozesse und Wartezeiten kosten jeden Tag viel Geld.

Wenn der VCS behauptet, es gehe nicht darum, das Projekt zu verhindern, so ist das scheinheilig. Dem VCS geht es alleine darum, das Stadion definitiv zur Bruchlandung zu bringen, was er bereits seit Jahren versucht. Das Ziel ist klar: Ein zweiter Fall Zürich!

Der VCS übernimmt damit die Verantwortung für die Verhinderung dringend notwendiger Investitionen, für den Abstieg des FC Aarau aus der Super League, für geschmälerte Möglichkeiten diverser Breitensport-Vereine und für das Untergehen von wichtigen Institutionen wie des Rolling Rock!