jungfreisinnige aargau lassen Staatskunde-Initiative sistieren!

Die jungfreisinnigen aargau haben sich dazu entschlossen, eine Vereinbarung mit dem Departement Bildung, Kultur und Sport zu unterschreiben, wonach ihre Staatskunde-Initiative sistiert wird. Zweck dieser Massnahme ist es, erst abzuwarten, ob im Deutschschweizer Projekt Lehrplan 21 bereits eine Stärkung von Staatskunde-Unterricht umgesetzt wird. Sollte dies nicht der Fall sein oder zu lange andauern, werden die Jungfreisinnigen die Initiative vor das Volk bringen lassen.

Mit über 3400 Unterschriften haben die jungfreisinnigen aargau im Januar 2010 die Staatskunde-Initiative eingereicht. Damit verlangen die Jungfreisinnigen, dass an den Aargauer Schulen ein eigenständiges Fach Staatskunde gebildet wird, damit junge Erwachsene mit Erlangen des Stimmrechtsalters das Wissen über unsere Institutionen, politischen Prozesse sowie verwandte Themenbereiche wie Wirtschaft und Recht erlangt haben.

Das Projekt Lehrplan 21 ist ein ambitioniertes Projekt aller Deutschschweizer Kantone für eine minimale inhaltliche Harmonisierung der Schulbildung. Da in diesem Zusammenhang Fächergruppen gebildet werden sollen, besteht die Möglichkeit, dass politische Bildung und damit die Forderung der Jungfreisinnigen innerhalb des Lehrplans 21 stärker berücksichtigt werden könnte. Da der Aargau bei diesem Projekt stark engagiert ist, haben die Jungfreisinnigen die Erwartung, dass eine Stärkung der politischen Bildung die notwendige Unterstützung erhält.

Die Jungfreisinnigen beweisen mit der Sistierung einmal mehr, dass sie eine konsequente, aber auch konstruktive Politik betreiben. Die Initiative hätten sie ohne Weiteres als Wahlkampfinstrument im Wahlkampf benutzen können, doch die Jungfreisinnigen wollen keine Probleme bewirtschaften, sondern lösen. Die Jungfreisinnigen verbauen sich mit dieser Massnahme nichts, können sie die Initiative doch jederzeit dennoch dem Volk zur Abstimmung unterbreiten lassen.

 

Jeanine Glarner, Präsidentin: „Mit der Sistierung verbauen wir uns nichts, im Gegenteil: führt der Lehrplan 21 nicht zum gewünschten Effekt, werden wir die Initiative vor das Volk bringen lassen. Die Jungfreisinnigen sind an einem konstruktiven Beitrag zur Bildungspolitik interessiert und verzichten darauf, die Initiative als Wahlkampfmittel auszuschlachten.“

Titus Meier, Grossrat: „Die politische Bildung ist zentral für das Funktionieren einer Demokratie. Wie verschiedene Studien gezeigt haben, verfügen viele junge Menschen in der Schweiz nur über unzureichende Kenntnisse in diesem Bereich. Es ist daher notwendig, dass gesamtschweizerisch eine Verbesserung angestrebt wird.“