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jungfreisinnige aargau lehnen kantonales Krebsregister ab! |
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Die jungfreisinnigen aargau lehnen die Einführung eines kantonalen Krebsregisters ab. Sie sind der Ansicht, dass die hohen Kosten in die Forschung sehr viel besser und nachhaltiger investiert wäre. Zudem hat ein kantonales Krebsregister im Zeitalter der hohen Mobilität keine Aussagekraft, denn die Abstrahierung verschiedener Einflussvariablen ist statistisch nicht möglich.
Die jungfreisinnigen aargau lehen die Einführung des kantonalen Krebsregisters aus folgenden Gründen ab:
- Die Gesamtkosten in 4 Jahren betragen knapp 2.8 Mio. Fr. (4 x 685‘000). Dieser Betrag erachten die Jungfreisinnigen für ein kantonales Krebsregister als zu hoch und dem Nutzen gegenüber als nicht angemessen. Ausserdem sind nach den 4 Jahren wiederkehrende (hohe) Kosten zu berücksichtigen. Mit diesem Geld könnte man im Bereich Forschung sehr viel mehr und nachhaltiger bewirken.
- Immer wieder wird von der ausführenden Front (Ärzte, Lehrer etc.) kritisiert, dass sie zu viel (wertvolle) Arbeitszeit für Bürokratie aufwenden müssen. Ein kantonales Krebsregister wäre aber auf die Meldung von Seiten der Ärzte her angewiesen.
- Ein kantonales Krebsregister wird im Zeitalter der heutigen Mobilität keine aussagekräftigen Rückschlüsse auf wirksame Präventionsmassnahmen liefern, weil beispielsweise eine kanzerogene Umgebung an einem ausserkantonalen Arbeitsplatz nicht abgebildet werden kann. Die Abstrahierung verschiedener Einflussvariablen ist statistisch nicht möglich, weshalb die Aussagekraft eines kantonalen Krebsregisters von Anfang an mehr als nur zweifelhaft ist.
- Das kantonale Krebsregister wird Gefahr laufen, am Schluss als politisches Argumentationsmittel missbraucht zu werden, in dem etwa statistisch zu begründen versucht werden könnte, dass in Umgebung von Kernkraftwerken erhöhte Strahlung feststellbar sei und ein kausaler Zusammenhang zu erhöhten Krebserkrankungen festgestellt werden könne.
- Zudem zweifeln wir an, dass durch eine blosse Erhebung von Datensätzen eine bessere Versorgung resultieren wird. Erfahrungsgemäss werden alle neuen Daten zu neuen Forderungen führen, was wiederum zu höheren Kosten im Gesundheitswesen führen wird.
- Ein Krebsregister kann höchstens gesamtschweizerisch Sinn machen. Erkrankungen werden überdies bereits in den Gesundheitszentren (Hausarztpraxen, Spitäler) erfasst und stehen der Forschung zur Verfügung. Deshalb ist es aus Sicht der jf aargau widersinnig, ein zusätzliches, kantonales Krebsregister aufzubauen und zu pflegen.
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Adrian Meier, Vize-Präsident: „Ein kantonales Krebsregister bringt nichts ausser hohen Kosten, sondern im Gegenteil erhöht den Bürokratieaufwand für die Ärzteschaft und die Gefahr politischer Forderungen, die wiederum zu erhöhten Gesundheitskosten führen.“
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